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Keine Ideologie

Das Kollaborativ versteht sich als Lösung, nicht als Ideologie.

Ein wichtiger Punkt für die Praxis ist: Das Kollaborativ ist kein Dogma. Es verlangt nicht, dass jede Organisation vollständig soziokratisch, holakratisch, genossenschaftlich oder basisdemokratisch wird. Es ist ein Gestaltungsrahmen.

Je nach Organisation kann das Kollaborativ unterschiedlich tief umgesetzt werden.

Manche Organisationen beginnen mit Rollenklärung und Kreisen, ohne die Rechtsform zu ändern.

Andere verankern Konsent, Entsendung und Kreisstruktur in einer Geschäftsordnung.

Wieder andere passen Gesellschaftsvertrag oder Satzung an.

Manche verbinden Governance-Transformation mit Mitarbeitendenbeteiligung.

Andere nutzen das Kollaborativ zunächst für eine reine Führungs- und Organisationsnachfolge, während Eigentum noch separat geregelt wird.

Diese Offenheit ist eine Stärke. Das Kollaborativ liefert keinen Standardbauplan, sondern eine Logik:

  • Zweck klären.

  • Wertschöpfung verstehen.

  • Verantwortung in Rollen übersetzen.

  • Kreise als Entscheidungseinheiten bauen.

  • Entscheidungsverfahren festlegen.

  • Macht begrenzen und dokumentieren.

  • Eigentum und wirtschaftliche Teilhabe passend gestalten.

  • Rechtliche Struktur anschlussfähig machen.

  • Regelmäßig lernen und anpassen.

Dadurch kann das Kollaborativ in sehr unterschiedlichen Organisationen angewendet werden. Es ist weder nur für idealistische Projekte noch nur für große Unternehmen geeignet. Besonders interessant ist es für Organisationen, deren Wertschöpfung auf Wissen, Vertrauen, Zusammenarbeit und Verantwortung beruht.