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Ausgang&Ziel

Es geht um eine praxisorientierte Definition des „Kollaborativs“ als Idealtypus. Es geht nicht um ein einzelnes Rechtsmodell und auch nicht um eine abschließende Organisationslehre. Stattdessen werden wiederkehrende Strukturmerkmale, Gestaltungsprinzipien und praktische Anforderungen kollaborativer Unternehmen verdichtet.

Das Kollaborativ ist nicht nur ein Partizipationsmodell für bessere Zusammenarbeit, sondern ein umfänglicher Unternehmensmodus mit dem Fokus auf zielorientierter, wertschöpfender und mitunternehmerischer Zusammenarbeit. Damit bezeichnet es nicht bloß Phänomene der Unternehmenskultur, sondern eine konkrete mitunternehmerische Praxis.

Das Kollaborativ fußt auf bereits vorhandenen Modellen verteilter Führung, konsentbasierter Entscheidungsformen sowie zweckgebundener Eigentums- und Beteiligungsarchitekturen. Maßgeblich waren insbesondere die Soziokratische Kreismethode und die Holakratie.

Ziel dieser Darstellung ist pragmatische, laienverständliche Nachvollziehbarkeit und Umsetzbarkeit, nicht wissenschaftliche Herleitung oder Tiefe. Sämtliche hier präsentierten Konzepte und Erkenntnisse beruhen auf mehrjähriger wissenschaftlicher Studien- und Literaturauswertung sowie qualitativen Interviews mit elf Unternehmen. All dies wird erst bei Veröffentlichung der Doktorarbeit einsehbar sein; es ist nicht Gegenstand des vorliegenden Praxistextes.

Das Kollaborativ: Überblick und Inhaltsverzeichnis

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Alle Rechte liegen bei Konrad Bechler | CC BY 4.0 Konrad Bechler